„Forum-Asyl.Schwalmstadt“ am 19. Januar

Das dritte Treffen zur ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Schwalmstadt findet am Donnerstag, 19. Januar, zwischen 18 Uhr und 20.45 Uhr im Haus für Gemeinschaftspflege in Schwalmstadt-Treysa statt. Eingeladen sind alle, die bereits als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für Flüchtlinge aktiv sind und solche, die es werden wollen, sowie Flüchtlinge. Die Teilnahme ist kostenlos.

„Die politische Situation hat sich seit Beginn der Flüchtlingsströme verändert, die Gesellschaft hat sich verändert, deswegen passen wir das Forum inhaltlich auch der aktuellen Lage an“, sagt Clara Förster, Projektkoordinatorin Asyl für die Hephata Diakonie und für das Forum-Asyl.Schwalmstadt. Anders als bei den bisherigen beiden Foren, bei denen sich die Teilnehmenden in Workshops zu unterschiedlichen Aspekten der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe aufteilten, werden zunächst vier Referenten im Plenum Kurzreferate halten. Andreas Schnücker, Projektkoordinator für Flüchtlingsfragen im Schwalm-Eder-Kreis, gibt Fakten und Zahlen zu Flüchtlingen im Schwalm-Eder-Kreis wieder. Silvia Scheffer, Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werks im Schwalm-Eder-Kreis, berichtet von der Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Thomas Kaschinski, Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge des Schwalm-Eder-Kreises, referiert über die Arbeitsmarktlage für Flüchtlinge. Und schließlich soll es auch einen Input zum Thema Sprachkurse geben: Was ist der Integrationskurs, welche Kurse wird es 2017 für Flüchtlinge geben und welchen Stundenumfang werden diese haben?

Vor den Referaten wird Schwalmstadts neu gewählter Bürgermeister Stefan Pinhard die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen. Durch den Abend führt Diakon Björn Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und Gründungsmitglied des Forums. Im Nachgang zu den Kurzreferaten gibt es eine Fragerunde mit den Referenten und die Möglichkeit, eigene Wünsche und Aufträge an die Arbeitsgemeinschaft „Forum-Asyl. Schwalmstadt“ heranzutragen.

„Das Engagement, sich für geflüchtete Menschen in Schwalmstadt ehrenamtlich zu engagieren, ist groß und für die Region ein großer Schatz“, sagt Björn Keding. Das Forum wolle einen Beitrag leisten, die Ehrenamtlichen zu unterstützen und miteinander zu vernetzen. Bislang sind bei Projektkoordinatorin Clara Förster 208 Menschen gemeldet, die haupt- oder ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. 143 davon haben sich in sieben Arbeitsgruppen eingetragen, die auf Nachfrage oder auch kontinuierlich Unterstützung in neun verschiedenen Bereichen leisten. Dies sind:

Patenschaften: Paten unterstützen eine Familie oder Menschen bei Alltagsproblemen. Mittlerweile gibt es 30 registrierte Patenschaften.

Begleitungen: Unterschiedliche Ehrenamtliche begleiten unterschiedliche Flüchtlinge auf Anfrage bei einzelnen Terminen.

Fahrdienste, Transporte und Handwerk: Unter anderem organisieren Ehrenamtliche hier ein Möbellager auf dem Stammgelände Hephatas, das für alle bedürftigen Menschen in und um Schwalmstadt zur Verfügung steht. Die Helferinnen und Helfer übernehmen zudem das Abholen und Bringen von Sachspenden sowie handwerkliche Hilfen bei Renovierungen oder Möbelaufbauten.

Freizeitangebote: Mehrere Spiel- und Sportgruppen werden von Mitgliedern der AG betrieben. Auch das Café Diwan, Treysaer Hospital, Steingasse 61, gehört hierzu. Jeden Freitag hat das Café zwischen 15 Uhr und 17 Uhr geöffnet. Neben Kaffee und Kuchen steht die Begegnung der Flüchtlinge mit Einheimischen und untereinander im Vordergrund. Des Weiteren findet einmal im Monat ein Kochkurs von deutschen und ausländischen Frauen und Männern statt sowie ein nach Geschlechtern getrennter Schwimmkurs für Flüchtlinge im Treysaer Europabad. Auch die offene Fahrradwerkstatt, in der gebrauchte Fahrräder, Dreiräder und Roller mit und für Flüchtlinge aufbereitet werden, ist Teil dieser AG.

Sprachunterricht: Sprachkurse in der Gemeinschaftsunterkunft in Treysa, in Flüchtlings-Wohnungen oder auch bei Ehrenamtlichen zu Hause finden mehrmals in der Woche und regelmäßig statt.

Dolmetscherpool: Hier sind Ehrenamtliche aktiv, die die deutsche Sprache und mindestens eine Fremdsprache beherrschen. Sie werden vor allem bei Arzt- und Behördenterminen angefragt.

Supervision: Seit dem vergangenen Forum im April gab es jeden Monat ein Treffen für Ehrenamtliche, das von zwei Supervisorinnen angeboten wurde. Die Supervisorinnen sind ebenfalls Mitglieder des Forums und bieten diese professionelle Möglichkeit des Austauschs und der Selbstreflexion für andere Ehrenamtliche des Forums kostenlos an.

Die Idee eines Diakonieladens des Evangelischen Kirchenkreises Ziegenhain mit dem Namen „Aller Hand“ wurde erst beim vergangenen Forum im April 2016 vorgestellt und ist mittlerweile Realität geworden. Die gespendeten Waren des Ladens, im Ziegenhainer Steinweg 32, werden für kleines Geld verkauft. Zu den Öffnungszeiten hat auch ein Begegnungscafé im Laden geöffnet.

Veranstaltung am 19. Januar, 18 Uhr bis 20.45 Uhr, Haus für Gemeinschaftspflege, Burggasse 7, 34613 Schwalmstadt-Treysa. Wer Interesse hat, kann jederzeit in die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe einsteigen. Nähere Informationen dazu bei Clara Förster unter Tel.: 06691 181113 und E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Forum-Asyl.Schwalmstadt: Das „Forum-Asyl.Schwalmstadt“ gibt es seit 4. Dezember 2015. Es dient dazu, ein Netzwerk zur größtenteils ehrenamtlichen Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen aufzubauen und zu koordinieren. Das Forum besteht aus dem Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde in Schwalmstadt, der Projektkoordinatorin ASYL der Hephata Diakonie, Clara Förster, dem Magistrat der Stadt Schwalmstadt, Abteilungsleiter Steuer- und Sozialabteilung Nils Rampe, dem Projektkoordinator für Flüchtlingsfragen im Schwalm-Eder-Kreis, Andreas Schnücker, der Flüchtlingsberatung des Diakonisches Werks im Schwalm-Eder-Kreis, Silvia Scheffer, dem Ehrenamtskoordinator im Kirchenkreis Ziegenhain, Daniel Helwig, und der Diakonischen Gemeinschaft Hephata, Björn Keding. Sie alle leisten Unterstützung für Flüchtlinge oder unterstützen Menschen, die diese leisten wollen. Die Koordination liegt dabei vor allem in der Hand von Clara Förster, die seit 1. Juli 2015 als Projektkoordinatorin Asyl für die Hephata Diakonie arbeitet und diese Funktion auch für das Forum-Asyl.Schwalmstadt ausübt.