Schwalmstadt bleibt bunt!

alt

Nicht nur seit dem schlimmen Geschehen im Juli 2008, bei dem Überfall rechtsradikaler Schläger auf ein Zeltlager linker Jugendlicher am Neuenhainer See, hat die Stadt Schwalmstadt sich mit dem Thema Rechtextremismus beschäftigt. Seit langem gibt es die Gedenkstätte und Museum Trutzhain auf dem Gelände des STALAG IX A Ziegenhain,  das größte Kriegsgefangenenlager auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen, die  Stadtjugendpflege ist in der Vernetzung mit dem Jugendbildungswerk des Schwalm-Eder-Kreises und dem „Arbeitskreis Kommunale Jugendpflege des S-E-K“ stetig am Thema.
Auf den Überfall in Juli 2008 folgten zahlreiche Demonstrationen, Informationsveranstaltungen und die Gründung eines Runden Tisches.

alt

Die Stadt Schwalmstadt organisierte mit dem Runden Tisch damals im  November 2008 die „Aktionstage gegen Rechtsextremismus“ . In einem Reigen von Veranstaltungen zeigte die Stadt, dass sie bunt bleibt. An den Aktionen beteiligten sich unter anderem Schulen, die Diakonie Hephata, das Beratungsnetzwerk Hessen, das Jugendbildungswerk, der Kirchenkreis Ziegenhain und der stadtgeschichtliche Arbeitskreis. Koordiniert wurden die Vorträge, Seminare und Filmtage von der Jugendpflege Schwalmstadt.

Um  die Veranstaltungen publik zu machen, wurden Veranstaltungs-Flyer und Plakate erstellt.

alt

Gedruckt wurden nach Angaben von Kathrin Pfaff und Michael Schott 300 Plakate und 7000 Flyer, mit denen auf die Reihe aufmerksam gemacht werden sollte. Auftakt war am Montag, 3. November 2008. Schüler des Schwalmgymnasiums säuberten die Stolpersteine in Treysa. Die Stolpersteine sind im Pflaster vor jenen Häusern eingelassen, in denen einst Juden wohnten.

Im Rahmen einer Veranstaltung während der Aktionstage „Schwalmstadt bleibt bunt!“ 2010, wurden Sportlaibchen angeschafft. Auf der Vorderseite sind folgende Logos aufgebracht: Gewalt geht nicht! – das Projekt des Schwalm-Eder-Kreises, Nein zu Rassismus und Gewalt – Projekt ballance hessen und Schwalmstadt bleibt bunt! Alle gemeinsam stehen dafür, etwas zu tun – sich mit Problemen auseinander zu setzen. „Nicht zu sehen, sondern Handeln!“

Unterstützt wurde die Anschaffung vom den Projekten selbst und von Bernd Gundlach.
 
 alt
 
Auf dem Foto zu sehen: Jugendpfleger Michael Schott, Stellv. Leiter der Schule im Ostergrund Jochen Helwig und Bernd Gundlach von Sport und Mode Gundlach.
 
Die Laibchen sind in der Jugendpflege Schwalmstadt gelagert und können für Veranstaltungen ausgeliehen werden.
 

Interessierte  Bürgerinnen und Bürger können weitere Information über die Stadtjugendpflege Schwalmstadt erhalten.

Wie in den vergangenen Jahren liegen mit dem Monat November die Flyer zu den Aktionstagen „Schwalmstadt bleibt Bunt“ in den Schwalmstädter Geschäften aus.


„Wir möchten mit dem Flyer erreichen, dass man sich mit dem Thema  immer wieder beschäftigt. Hinsehen, Probleme Wahrnehmen und sich damit auseinandersetzten hilft mehr, als wegschauen und stumm zuzustimmen.“ sind sich Bürgermeister Herr Dr.Näser und die Stadtjugendpflege mit Herrn Schott einig.

Schriftgröße

A
A


Volltextsuche