Neue Aufgaben für Schwalmstadts Seniorenbus

Erfreut hat der Schwalmstädter Magistrat zur Kenntnis genommen, dass der seit Sommer 2014 jeweils donnerstags eingesetzte Seniorenbus gut in Anspruch genommen wird. Fast ein Dutzend ehrenamtlich tätiger Fahrer hat sich zusammengefunden und berät jeweils zum Quartalsbeginn das weitere Vorgehen. Unter der Regie des städtischen Seniorenbeauftragten Nils Rampe werden im Bürgerbüro die eingehenden Anfragen und Anregungen koordiniert. Dabei haben sich neben den klassischen Seniorenfahrten zu Arzt und Friseur,  Einkaufen und Besuchen zwei weitere Schwerpunkte ergeben: der Transport zur Ausgabestelle der Schwälmer Tafel in Ziegenhain und Fahrten mit Flüchtlingen aus der Gemeinschaftsunterkunft in Michelsberg. „Das Fahrzeug ist zugleich Senioren-, Tafel- und Flüchtlingsbus,“ beschreibt Rampe die Entwicklung. Dabei sei es eigentlich der Neunsitzer der Stadtjugendpflege, die für bestimmte Projekte ihr Auto auch an Donnerstagen benötige. Freundlicherweise stehe dann für soziale Zwecke  ein Kleinbus des Roten Kreuzes zur Verfügung.

Magistrat fördert das Projekt

Der Magistrat habe nicht nur die Fortsetzung der Fahrdienste durch die AG Mobilität für zwei weitere Jahre beschlossen, teilte Bürgermeister Dr, Näser mit, sondern stelle auch einen Zuschuss aus dem neuen Programm des Schwalm-Eder-Kreises für die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden zur Verfügung. „Damit sind – über die normalen Haushaltsmittel hinaus - gute Voraussetzungen für verbesserte Mobilität in unserer Stadt geschaffen,“ versicherte Dr. Näser. Für das Projekt „Seniorenbus“ existiert inzwischen auch ein Spendenkonto.

Verzahnung der Angebote

„Wir müssen die verschiedenen Angebote vernetzen und den Menschen in unserer Stadt und Region einen besseren Überblick verschaffen,“ weist Nils Rampe als Seniorenbeauftragter auf die nächsten Schritte hin.   Erarbeitet werden müsste ein handliches Faltblatt etwa mit dem Titel „Mobil in Schwalmstadt – auch im Alter!“. Wichtige Partner seien der bald seit 40 Jahren bestehende Verein „Altenhilfe Treysa“, der in der gesamten Stadt aktiv ist und für den einige Fahrer ebenfalls bei Bedarf freiwillig einspringen, sowie der neue Verein „Teilhabe“. Selbstverständlich sollten auch die Taxi-Unternehmen und der Öffentliche Personen-Nahverkehr  mit seinen Bahn- und Buslinien erscheinen, und für neue Wege der Mobilität sei auch Raum.

Übrigens: Wer als Fahrer/in ehrenamtlich tätig sein wolle, sei jederzeit willkommen.