„Keimzelle der Stadt erhält angemessene Gestalt“


Einweihung des umgestalteten Kirchplatzes in Treysa
Mit der Umgestaltung des Kirchplatzes wurde im Sommer 2015 begonnen. Die gesamten
Tiefbauarbeiten mit Pflasterung der Flächen, Herstellung der Pflanzbeete und der
Parkplatzfläche sind nun abgeschlossen und ist am heutigen Freitag eingeweiht worden.
Für die Maßnahme wurden Kosten in Höhe von rd. 725.000 € kalkuliert. Die Umgestaltung
des Kirchplatzes ist eine der letzten geförderten Maßnahme im Programm Stadtsanierung.
Dieser Platz ist einer der ältesten Orte in der Oberstadt. Bereits 1287 ließen sich
Dominikaner Mönche an dem Platz nieder. Die Umgestaltung ist die Voraussetzung für eine
Belebung des Platzes und wird mit dem Stadtbalkon neue Perspektiven bieten.
Die Planung und Bauüberwachung lag in den Händen von Prof. Wigbert Riehl. Sein Ziel war
eine nachhaltige Landschaftsarchitektur, die auch die historische Bezüge aufnimmt. „Die
vorhandenen Pflastersteine aus der Oberstadt waren ein unschätzbarer Gewinn. Das
Material ist aus der Stadt und durch die Bearbeitung auch problemlos zu begehen.“ erklärt
Riehl.
IMG 8336Der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck ist mehr als zufrieden über das Ergebnis. „Der
bisherige Platz hatte wenig Aufenthaltsqualität und ich bin froh, dass nun eine der
Keimzellen unserer Stadt wieder eine ansprechende Gestaltung bekommen hat“ so
Schwierzeck.
Bauamtsleiter Alexander Inden dankt sowohl der Baufirma Balzer für ihre kompetente
Leistung als auch Frau Anja Ludwigs, die als Bauleiterin die Maßnahme engagiert betreute.
Im Vorfeld und auch während der Bauphase gab es auch kritische Stimmen, zu
Baumfällungen oder Lampen. Das Gerücht kursierte sogar, die Steine würden in China
geschnitten. Das stimmte natürlich nicht, sondern die Steine wurden in der Eifel
professionell bearbeitet. „Tatsächlich ist jedes Bauprojekt immer ein Ringen nach guten
Lösungen und manche Lösungen müssen auch nicht jedem gefallen. Der neue Kirchplatz ist
in der Gesamtschau ein Gewinn für die Stadt und die Baukultur“ resümiert Inden.
Die Umgestaltung wird in Kürze noch durch Informationstafeln ergänzt, die in
Zusammenarbeit mit dem Stadtgeschichtlichen Arbeitskreis entstehen.
Abschließend ist dem Ersten Stadtrat und dem zuständigen Pfarrer Dieter Schindelmann
noch ein Punkte ein besonderes Anliegen: Der neue Kirchplatz ist kein Hundeauslauf!
Freiflächen im innerstädtischen Bereich werden leider zu gerne als Hundeklo missbraucht.
Grundsätzlich ist jeder Hundehalter verpflichtet, möglichen Kot seines Hundes
unaufgefordert zu entsorgen. Der Kirchplatz ist etwas Besonderes – an einem solchen Ort
sollten wie auch an der Totenkirche oder den Friedhöfen gar keine Hunde ausgeführt
werden.

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