Standesamt Schwalmstadt
Wiederholdstraße 24
34613 Schwalmstadt
Gemeinden regeln die Benutzung der Friedhöfe in ihren Friedhofssatzungen.
Beschreibung
Bei einem Todesfall haben Sie als Angehöriger die Pflicht, umgehend eine Ärztin/einen Arzt zu verständigen, die oder der die Leichenschau durchführt und den Leichenschauschein ausstellt. Der Ärztin oder dem Arzt müssen Sie das Betreten von Grundstücken und Räumen zur Durchführung der Leichenschau gestatten. Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wird insoweit eingeschränkt.
Es gibt die Möglichkeit der Erd-, Feuer- oder Seebestattung. Die Bestattungsart richtet sich nach dem Willen der verstorbenen Person. Ist der Wille der verstorbenen Person nicht bekannt, bestimmen Sie als Angehöriger die Bestattungsart.
Zuständigkeit
- Für die Durchführung der Leichenschau an eine Ärztin/einen Arzt.
- Für die Ausstellung der Sterbeurkunde an das zuständige Standesamt.
- Für die Bestattung an die Friedhofsverwaltung des Ortes, an dem bestattet werden soll.
- Für die Überführung vom Sterbeort zum Friedhof/Krematorium an ein Bestattungsunternehmen.
Wichtiger Hinweis
Im Allgemeinen beauftragen die Angehörigen ein Bestattungsunternehmen mit der Durchführung der Bestattung. Dieses kann auch die Sterbeanzeige beim Standesamt sowie die weiteren Behördengänge für Sie erledigen.
Erforderliche Unterlagen
- Dokument zur ärztlichen Feststellung des Todes (Leichenschauschein)
- Dokument zur Identität der verstorbenen Person
- Dokument zum letzten Wohnsitz der verstorbenen Person
- Dokument zum Familienstand der verstorbenen Person
- Bei Vertretung: schriftliche Vollmacht
- Für Überführungen in andere Gebiete: Dokument für die Beförderung (Leichenpass)
Voraussetzungen
- Eine Person ist verstorben.
- Die verstorbene Person ist identifiziert oder wurde von einer befugten Stelle identifiziert.
Handlungsgrundlage(n)
Rechtsbehelf
Widerspruch
Verfahrensablauf
- Sie veranlassen die Bestattung, nachdem der Tod ärztlich festgestellt wurde.
- Sie melden der zuständigen Behörde, dass eine Bestattung durchgeführt werden soll.
- Sie geben die verfügbaren Angaben zur verstorbenen Person an und reichen die Unterlagen ein.
- Die Behörde prüft die Angaben und bestätigt die Anmeldung.
Fristen
Der Todesfall ist unverzüglich beim Standesamt des Ortes, in dem der Tod eingetreten ist, anzuzeigen. Dabei ist der nichtvertrauliche Teil des Leichenschauscheines abzugeben (siehe auch Sterbeurkunde). Als Angehöriger haben Sie die Bestattung zu veranlassen, die frühestens 48 Stunden und spätestens 10 Tage nach Eintritt des Todes stattfinden soll.
Kosten
Für die Prüfung der Zulässigkeit einer Bestattung
Gebühr: EUR 13,00 - 54,00
Hinweise (Besonderheiten)
Sorgepflichtige Angehörige sind der Ehegatte oder der Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz sowie Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel und Geschwister.
Fachliche Freigabe
Fachlich freigegeben durch Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz (HMdI) am 13.10.2026